60 vegetarische Rezepte mit mindestens 20 g Eiweiß je Portion – knusprig gebraten, cremig mit Seidentofu, aus der Heißluftfritteuse.
Die meisten Menschen greifen im Kühlregal zum erstbesten Block. Das Ergebnis ist entweder zerfallen oder fad, und danach steht Tofu lange nicht mehr auf dem Einkaufszettel.
Dabei liegt der Unterschied nicht im Rezept. Fester Tofu bringt fünfzehneinhalb Gramm Eiweiß je hundert Gramm mit und verträgt hohe Hitze. Seidentofu liegt bei viereinhalb Gramm und besteht überwiegend aus Wasser. Der eine gehört in die Pfanne, der andere in den Mixer.
Sobald du das einmal verstanden hast, gelingen dir Gerichte, die vorher misslungen sind. Und zwar sofort, nicht nach dem zehnten Versuch.
Jeder gute Tofu braucht drei Dinge: die richtige Sorte, wenig Wasser und Würze an mehreren Stellen. Die Sorte entscheidest du im Laden. Das Wasser holst du durch Pressen heraus, zwanzig bis dreißig Minuten unter einem Gewicht. Die Würze kommt in die Marinade, als Hülle beim Braten und als Sauce am Schluss.
So wird Tofu nicht als Ersatz für Fleisch gekocht, sondern als eigene Zutat mit eigener Machart. Gegliedert ist das Buch deshalb nach Tofusorte, nicht nach Mahlzeit.
Du bekommst 60 vegetarische Rezepte, gegliedert nach fester Tofu, gefrorener Tofu, Räuchertofu, Seidentofu, Heißluftfritteuse und Bausteine. Jedes Rezept enthält genaue Mengen in Gramm, aktive Zeit und Gesamtzeit, Hitzeangaben für jeden Herd, typische Fehler mit Lösung, Aufbewahrung, eine gesündere Variante, Alternativen für Allergien und die Nährwerte je Portion.
Davor steht ein Wissensteil mit fünf Kapiteln: welcher Tofu wofür, Pressen und Marinieren und Einfrieren, Braten und Backen und Ziehen lassen, Eiweiß und Nährwerte, und die Heißluftfritteuse mit der Umrechnung auf deine Korbgröße.
Das Buch ist bewusst ohne Bilder gebaut. Du liest nicht nur, was du tun sollst, sondern woran du erkennst, dass es richtig ist.
Dieses Buch ist für dich, wenn du weniger Fleisch essen willst und Tofu bisher fad oder schwammig fandest. Es ist für dich, wenn du wissen willst, ob auf deinem Teller noch genug Eiweiß landet. Und es ist für dich, wenn du beim Kochen klare Anleitungen willst statt schöner, aber ungenauer Ideen.
Es ist nicht das richtige Buch, wenn du ein Bildkochbuch erwartest. Es ist kein veganes Kochbuch, auch wenn jedes Gericht vegan gekocht werden kann, und es ist weder Diätprogramm noch medizinischer Ratgeber. Wer auf Soja allergisch reagiert, kann die Gerichte nicht essen.
Dann lag es mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Sorte oder am Wasser im Block. Beides klärt das Buch, bevor das erste Rezept beginnt. Genau deshalb steht der Wissensteil vorn und nicht im Anhang.
Jedes Rezept hat einen Zustands-Check. Er beschreibt, was du sehen, hören, riechen und fühlen sollst, und nennt die zwei häufigsten Abweichungen samt Korrektur. Ein Foto zeigt einen Moment unter guter Beleuchtung. Der Zustands-Check zeigt dir deinen eigenen Topf.
Jedes Hauptgericht liefert mindestens zwanzig Gramm je Portion, berechnet aus dem Bundeslebensmittelschlüssel. Aus Tofu allein stammt die Menge nie. Den Rest liefern Zutaten, die ohnehin ins Gericht gehören, etwa Vollkornnudeln, Linsen, Edamame oder Käse.
Nein. Sieben Rezepte sind dafür gedacht, alle übrigen kommen mit Herd und Backofen aus. Mehrere Airfryer-Rezepte tragen zusätzlich eine vollständige Anleitung für den Backofen.
Es ist vegetarisch, mit Ei, Käse, Butter und Sahne, wo sie ins Gericht gehören. Jedes Gericht lässt sich vegan kochen, und die Alternative steht mit Mengenangabe unter dem Rezept.
Eine Frau schneidet Seidentofu in Würfel und gibt ihn in die heiße Pfanne, weil auf der Packung Tofu stand. Nach kurzer Zeit liegt dort ein weißer Brei. Beim nächsten Versuch greift sie zum festen Block, presst ihn zwanzig Minuten unter einer Pfanne, wendet die Würfel in einem Löffel Stärke und lässt sie liegen, bis sie sich von selbst vom Boden lösen. Aus demselben Lebensmittel wird ein knuspriges Abendessen.
Dieses Buch macht Tofu berechenbar. Nicht komplizierter, sondern klarer, damit du ihn im Alltag wirklich kochst und nicht nur aus Vernunft kaufst.
Die richtige Sorte wählen. Das Wasser herausholen. An drei Stellen würzen. Genau damit beginnt guter Tofu.